So gut, dass man’s vergisst!

Sowas aber auch!

Keine weiteren Berichte über die Epilepsie-Entwicklung von Leo seit Januar!

ruckizucki
Galgenhumor: Angestrengte Gesichtszüge nur noch beim Essen sehr harter Birnen

Das ist so, wenn man es einfach vergisst, weil nichts mehr passiert.

Im April war der EEG, wie zu erwarten war, wieder ohne Befund. Seitdem wird das Levetiracetam peu à peu in Minischritten ausgeschlichen, Monat für Monat einen halben Milliliter, damit es nicht zu Entzugserscheinungen kommt. Denn man darf nicht vergessen: Es ist ein Hirnmedikament und Leo ist „voll drauf“, wenn man so will.

Gerade vorgestern haben wir wieder reduziert, jetzt warte ich wieder eine Woche und erwarte dann erste Auffälligkeiten in Form von Schwindelanfällen. Das kennen wir nun schon, es hat uns aber natürlich besorgt und erschrocken. Leo scheint etwa eine Woche nach der Reduktion manchmal zu taumeln und legt sich auch plötzlich mal hin, guckt etwas komisch und steht wieder auf. Ich habe Dr. Püst das vor zwei  Monaten geschrieben und er beruhigte mich. Diese Phänomene werden öfter während des Absetzens von Lev. beschrieben und können einige Tage anhalten, schrieb er mir umgehend.

Im Oktober sind wir dann auf die Hälfte der ursprünglichen Dosis runter, es folgt ein weiterer EEG und dann sehen wir weiter. Wenn alles weiterhin gut ist, wird der Plan wahrscheinlich einfach fortgesetzt. Dr. Püst ist guter Hoffnung, dass es das war. Dass Leo zum Ende des Jahres anfallsfrei ist und ohne Medikamte auskommt. Dass vielleicht der ganze Spuk dann vorbei ist. Und selbst wenn er mal wieder einen Anfall bekommen sollte, hoffe ich, dass man dann jeweils darauf reagieren kann und nicht mehr diese Dauermedikation hat. Versprechen kann uns niemand was. Abwarten.

Einzuschränken scheint ihn das Medikament jedenfalls nicht offensichtlich. Klar wissen wir nicht, ob er schon mehr richtige Worte sprechen könnte (plappern kann er wie ein Großer, ich glaube auch, er denkt, er kann schon sprechen) oder ob er weniger so laufen würde wie James aus Dinner for One… aber noch besser klettern wäre kaum möglich, sonst säße er längst auf dem Dach:

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Er weiß, wo der den Hocker herbekommt und dann finde ich ihn oft mal so vor… ich krieg nicht mal mehr Herzklopfen dabei.

Es ist schon verrückt… er bekommt den Saft dreimal täglich, er nimmt ihn sogar gern ein, damit hatten wir nie ein Problem. Und trotzdem denke ich überhaupt nicht mehr daran, warum er ihn bekommt… natürlich kann ich es kaum erwarten, bis die erste Ration komplett vom Tagesplan verschwindet!

Im Oktober melde ich mich wieder – falls ich dran denke 🙂

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Ein Gedanke zu “So gut, dass man’s vergisst!

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